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Mathilde-Eller-Schule aus München (Bayern)

Hallo, wir sind zwischen 12 und 16 Jahre alt und besuchen die Mathilde-Eller-Schule, Förderzentrum für geistige Behinderung in München. Bei uns gibt es eine klassenübergreifende SchülerInnengruppe, die sich mit der Energieerzeugung, -verbrauch und Sparmöglichkeiten auseinandersetzt. Dazu unternehmen wir Exkursionen und beschäftigen uns mit der Heizung und den Elektrogeräten der Schule. Wir gehen dann als Expertenteams in alle Klassen der Schule und erläutern den Zusammenhang zwischen Energieverbrauch und Emissionen. Darüber hinaus kontrollieren wir als "Energiesparfüchse" Heizungen und gestalten Plakate zum Energiesparen.

Folgende Ziele möchten wir mit unserem Projekt erreichen:

Wir wollen den Energieverbrauch in unserer Schule drastisch reduzieren. In der ersten Phase beschäftigen wir uns mit der Heizung und dem entsprechenden Sparpotential. In der zweiten Phase widmen wir uns den Elektrogeräten. In einer dritten Phase wollen wir noch den Wasserverbrauch reduzieren. Ziel ist immer ein Bewusstsein bei unseren Mitschülern zu erreichen und damit eine Verhaltensänderung zu bewirken. Die Schüler sollen dieses Sparverhalten verinnerlichen.

Um unsere Ziele zu erreichen, gehen wir folgende Wege:

Die Schülergruppe hat sich erst selbst zu Experten durch Exkursionen, Experimente und Lernmaterialien ausgebildet. Die Energiesparfüchse halten nun Vorträge in allen Klassen, geben Materialien zum Nacharbeiten aus, hängen selbst gestaltete Schilder zu Sparverhalten auf, und kontrollieren die Heizungen in Fluren und Toiletten. E-Geräte werden mit Schildern zum Verbrauch und Kosten versehen. Zudem werben die SchülerInnen über das hauseigene Schulfernsehen und gaben dort auch Interviews.

Der bisherige zeitliche und finanzielle Aufwand ist:

Die Energiesparfüchse treffen sich jede Woche für 4 UR-Stunden. Ein Lehrer leitet die Expertengruppe. Finanziell stehen derzeit keine Mittel zur Verfügung. Wir erwarten aber als 50/50 Projekt mit der Stadt München zukünftig Einnahmen.

Mit unserem Projekt haben wir folgendes erreicht:

Die Temperaturen in Fluren und Toiletten wurden stark gemindert. Das Lüftungsverhalten in den Klassen hat sich verändert. Die Türen der Aula werden geschlossen. Die Temperatur im Schwimmbad wurde gesenkt. Die automatischen Schaltzeiten der Beleuchtung wurden stark reduziert. Das Bewusstsein der Lehrkräfte hat sich enorm gesteigert. Die heilpädagogische Tagesstätte unterstützt freiwillig das Projekt durch die Weiterführung nachmittags. Zahlen zur erzielten Einsparung werden erst noch errechnet.

Und so geht`s weiter:

Das Expertenteam „Energiesparfüchse" wird weitere SchülerInnen aufnehmen und ausbilden. Zahlreiche Schüler sind auf der Warteliste. Alle Elektrogeräte werden gemessen und mit Verbrauchsschildern zu Energie und Kosten versehen. Wasserhähne werden mit Sparfilter ausgewechselt. Die Schülerzeitung wird berichten. Mit dem eingenommenen Geld aus dem 50/50 Projekt werden technische Sparmaßnahmen finanziert (Steckdosenleisten, Bewegungsschalter). Die Stadt wird zum Einbau besserer Fenster angeregt.