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Golden-Bühl-Schule Villingen (BaWü)

Unsere Schülerfirma „12 Sterne für Ihr Buffet” wird von Schülern zwischen 13 und 15 Jahren geführt. Wir haben nicht nur unser eigenes Angebot auf regionale, saisonale, fleischreduzierte und aus naturnahem Anbau stammende Produkte umgestellt. Wir haben auch unseren Schulcaterer beraten, so dass er es jetzt genauso macht.

Das ist unsere Projektidee:

Zu Schuljahresbeginn traten die verschiedenen Abteilungen der Schülerfirma zusammen und überlegten, wie sie dem Ziel näher kommen konnten, das Geschäftsmodell klimafreundlicher, nachhaltiger und gesünder zu entwickeln. Schnell waren die Säulen der klimafreundlichen und gesunden Ernährung gefunden. Unsere Produkte, die wir unseren Kunden anbieten (wir betreiben ein Schülercatering für runde Geburtstage, Jubiläen, Tagungen, etc.) sollten in Zukunft a) regional,  b) saisonal, c) fleischreduziert und d) aus naturnahem Anbau gewonnen werden – aber immernoch genauso lecker wie bisher! Außerdem sollte unser Schulcaterer der Ganztagsschule durch die Beratung der Schülerfirma auf eben diese Ziele verpflichtet werden.

So setzen wir unsere Idee um:

Veränderung der eigenen Angebotsstruktur der Schülerfirma: Bisher standen hauptsächlich gewinnorientierte, ökonomische Ziele im Vordergrund. Die Angebotspalette und der Einkauf waren auf eine kapitalbildende Geschäftsidee aufgebaut. Es interessierte bisher niemanden, woher die Zutaten für unsere Buffets kamen, wie sie produziert wurden und mit welchen Folgen dies geschah. Durch die neuen Impulse und Zielsetzungen konnte folgendes erreicht werden:

  • sind unsere Buffets nun an den saisonalen Nahrungsmitteln ausgerichtet;
  • kaufen wir regionale, möglichst unverpackte Produkte bei Direktvermarktern in der näheren Umgebung (Bäuerinnenladen, städtischer Metzger, etc.);
  • weiteten wir unser Angebot im vegetarischen Bereich aus und gestalten das Angebot weniger fleischlastig;
  • überlegen wir in unseren Firmentreffen die Auswirkungen von Produkten auf Mensch, Tier und Umwelt.

Beratung des Schulcaterers: Als zweiten Schwerpunkt einigten wir uns darauf, unsere Informationen an unseren Schulcaterer, der täglich 200 Essen an unsere Ganztagsschule liefert, weiterzugeben. Denn hier kann noch mehr eingespart werden. Im Vergleich zu unserer Schülerfirma, die ca. 790 Essen im Schuljahr produziert, liefert er ca. 40 000 Essen im Schuljahr.

Das haben wir schon erreicht:

Die folgenden Zahlen ergeben sich aus den Berechnungen verschiedenster CO2-Rechner und aus der einschlägigen Fachliteratur (WWF, Greenpeace, slow food).

Bisher: konventionelle Mischkost, eher fleischlastig, aus dem Discounter

  • Die Schülerfirma: Wir verkaufen ca. 784 Essen pro Schuljahr; der durchschnittliche Verbrauch je Essen liegt bisher bei 0,005t CO2; daraus ergibt sich der bisherige Gesamtverbrauch von 3,92t CO2 im Jahr.
  • Der Schulcaterer: Hier werden ca. 40 000 Essen pro Schuljahr verkauft, der durchschnittliche Verbrauch je Essen beträgt 0,005t CO2. Der bisherige Gesamtverbrauch ist also 200t CO2 jährlich.

Jetzt: Neue Agenda!!! Regionale, saisonale, fleischreduzierte, naturnahe Kost

  • Die Schülerfirma:  Wie bisher wollen wir ca. 784 Essen verkaufen, der neue Verbrauch je Essen beträgt aber nur noch 0,002t CO2. Das ergibt einen neuen Gesamtverbrauch von 1,568t jährlich, also eine CO2-Einsparung von 60 Prozent.
  • Der Schulcaterer: Bei ca. 40 000 Essen kann ein durchschnittlicher Verbrauch von 0,003t CO2 erreicht werden. Damit lassen sich 40 Prozent CO2 einsparen.

Noch nicht dazu gerechnet sind unsere Vorschläge zur Umsetzung von Veggie-Days und zur Pausenverpflegung innerhalb des Schuljahres.

So ist der zeitliche und finanzielle Umfang:

Zusätzlich zu unserem wöchentlichen Projektkurs hatten wir an verschiedenen, auch unterrichtsfreien Tagen, insgesamt vier Projekttreffen. Wir haben die slow-food-Messe besucht und uns mit regionalen Vermarktern getroffen. Außerdem gab es Besprechungen mit dem Caterer und den Schulverantwortlichen. Insgesamter Zeitaufwand für die Mitglieder der Schülerfirma bisher: 55 Arbeits- und Planungsstunden. Für Fahrtkosten zu Messen, Produzenten, Referenten haben wir etwa 620 Euro investiert.

Im Vordergrund steht jedoch das ideelle Engagement der Mitglieder der Schülerfirma. Die Schüler waren auch bereit, die entgangenen Einnahmen nicht in ihre Berechnungen des Klimaprojekts einfließen zu lassen.

Das macht unser Projekt kreativ und besonders:

Unser Projekt ist nicht technikgebunden, wie andere Energiesparprojekte an unserer Schule. Wir beleuchten einen bisher eher vernachlässigten Teil unseres Konsumverhaltens, den wir jedoch mit unserer Schülerfima nachhaltig beeinflussen können. Kreativ ist daran, dass wir mit Lust am Genuss die Gewohnheiten des CO2-Sparens anpacken – kein Lichtschaltersheriff, sondern leckere Lauchsuppe im Winter und Erdbeermousse im Sommer.

So wecken wir Aufmerksamkeit:

Durch unseren großen Kundenstamm der regelmäßigen Schülerfirma-Nutzer haben wir eine große Außenwirkung im Stadtteil und darüber hinaus. Auch werden die neuen Speisekarten bei der Schülerschaft beworben.
Und so machen wir weiter:

Das Projekt sieht vor, die Schüler der Schule noch direkter anzusprechen und unsere CO2-Einsparergebnisse zu verdeutlichen, z.B. mit Illustrationen wie: Wie viele Bäume müssen für das Schulessen eines Jahres gepflanzt werden?

Das Projekt wird im nächsten Schuljahr weiterentwickelt.

PS: Unsere Kunden wollen auch nicht mehr zum Althergebrachten zurückkehren ;-)